Meine Ziele abwarten oder Machen!

Veröffentlicht: Donnerstag, 24 Oktober 2013 | von Christiane Wenner

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Rundgang über Brühler Baustellen

Vom Janshof bis zum Belvedereplatz reichen die Punkte, an denen die Brühler Innenstadtentwicklung einen Schub benötigt. Auf einem imaginären Rundgang liegen dazwischen der Bahn- und Bushaltepunkt Brühl-Mitte, der Balthasar-Neumann-Platz, die Kölnstraße und verschiedene Ecken, an denen wir Brühl fahrradfreundlicher und stadtbusgerechter gestalten können.

MACHEN STATT ABWARTEN.

Wer derzeit ins Rathaus Uhlstraße kommt, findet sich auf einer Baustelle wieder. Überall wird gestemmt, Stromkabel und Wasserleitungen werden verlegt. Darf ich Sie von hier aus zu einem virtuellen Rundgang zu verschiedenen anderen „Baustellen“ in unserer Stadt einladen? Na dann gehen wir los:

Wir verlassen das Rathaus und stehen vor der ersten großen Baustelle: dem Rathaus Steinweg. Hierfür muss eine Perspektive gefunden werden, so umstritten dieses Thema auch gewesen ist. Als nächstes muss der Rat über eine weitere Wirtschaftlichkeitsuntersuchung entscheiden. Diesen Prozess werde ich als Bürgermeister forcieren. Wir brauchen endlich Entscheidungen! Ganz wichtig ist dabei – das haben die letzten Jahre gelehrt – die Einbeziehung der Brühlerinnen und Brühler. Wie das bei einem strittigen Thema funktionieren kann, hat eine SPD-Veranstaltungen vor zwei Jahren gezeigt. Dort haben wir die Gegner und Befürworter des Rathausneubaus zusammengebracht und dabei ausgeleuchtet, wie ein Konsens aussehen könnte.

Schauen wir vom Rathaus Steinweg um die Ecke, sehen wir den Janshof, über dessen Umgestaltung seit Jahrzehnten diskutiert wird. Planungen gibt es genug. Wichtig ist, dass wir alle Beteiligten zusammenbringen, die dortigen Anlieger, die Bewohnerinnen und Bewohner, die Gewerbetreibenden, kurzum: die Brühlerinnen und Brühler. Ein geeignetes Instrument, um all‘ diese Ideen zusammenzuführen, ist eine Bürgerwerkstatt – die SPD-Fraktion hat bereits einen entsprechenden Antrag vorgelegt.

Sofern wir den Steinweg überwinden, ohne auszurutschen (im Winter wird das wieder schwierig werden), gelangen wir zum Balthasar-Neumann-Platz. Der Rat der Stadt Brühl hat, wohl aufgrund der „guten“ Erfahrungen mit dem Pflaster des Steinwegs bereits beschlossen, dieses ebenfalls auf dem Balthasar-Neumann-Platz zu verlegen. Schauen Sie sich einmal die Platten auf dem Steinweg genau an, zum Beispiel rund um die Ruhebänke oder an den Stellen, an denen bei Mittwochs die Marktstände stehen. Sie werden feststellen, dass dieser Stein sehr gut Schmutz aufnehmen kann. Mit anderen Worten: Der Steinweg sieht bereits kurz nach der aufwendigen Umgestaltung dreckig aus! Dass ausgerechnet diese Steinsorte auch noch an anderer Stelle verlegt werden soll, kann ich nicht verstehen. Hier herrscht akuter Handlungsbedarf!

Auf unserem Rundgang kommen wir am Bahn- und Bushaltepunkt Brühl-Mitte vorbei. Die Umgestaltung der Busstraße ist politisch unstreitig. Dieses Vorhabennehme ich zum Anlass, um die Weiterentwicklung und Optimierung unseres Stadtbusses einzufordern. Eingeführt wurde der Stadtbus seinerzeit unter dem SPD-Bürgermeister Willi Mengel und einer rot-grünen Ratsmehrheit. Auf meiner Agenda steht jetzt ein sinnvoller Ausbau des Bus-Systems. Gleiches gilt auch für die weitere Förderung unserer Fahrradfreundlichkeit. Nachdem seit Jahren nichts mehr für den Fahrradverkehr getan wurde, gibt es im Jahr 2013 endich wieder Geld im städtischen Haushalt: Für die Sanierung von Fahrradspuren, Fahrradwegen und der Fahrradbeschilderung wurde von der bürgerlichen Ratsmehrheit ein nennenswerter Betrag von 65.700 Euro bereitgestellt. Das Zusammentreffen mit den Ratswahlen im Mai 2014 ist sicherlich reiner Zufall.

Wenn wir uns wieder Richtung Innenstadt bewegen, so ist der Belvedereplatz nicht zu übersehen. Belvedere, das heißt „schöne Aussicht“, aber auf diesen Platz trifft das schon lange nicht mehr zu. Ich erinnere mich, als Mitte der 1980er Jahre – ich war damals Ratsmitglied – bei der damalige Stadtdirektor Dr. Schumacher verkündete, er habe jetzt mit dem 25. Investor verhandelt. Dieses Jubiläum nehme er zum Anlass, so Schumacher, die Vergeblichkeit der Bebauung dieser Fläche festzustellen. Zu diesem Zeitpunkt war der Belvedere eine Ansammlung von Schlaglöchern, anschließend wurde der heutige Parkplatz hergerichtet. Zusammen mit den Brühlerinnen und Brühlern möchte ich erarbeiten, welche Zukunft wir diesem Platz einräumen. Aber lassen Sie uns eine Idee streichen: Dass ein Investor dort ein Hotel mit Tiefgarage errichtet, dieser Plan ist nicht zu verwirklichen.

Auf unserem Rundgang sind wir jetzt wieder auf dem Markt und dann schon bald am Rathaus angekommen. Kamen ihnen die genannten Punkte bekannt vor? Möchten Sie, dass dort endlich etwas geschieht und die Brühler Innenstadtentwicklung einen Schub bekommt? Mir würden diese Punkte jedenfalls reichen für die ersten 100 Tage meiner Amtszeit als Ihr neuer Brühler Bürgermeister!


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